Boateng: “Nicht mit dem Finger auf uns Fußballprofis zeigen”

Ex-Nationalspieler Jérôme Boateng wehrt sich in der Debatte um mehr Demut im Profifußball gegen pauschale Forderungen aus Politik und Sport.

Der CHECK24 Doppelpass mit André Schubert und Stefan Effenberg am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

“Ich finde, man sollte nicht mit dem Finger auf uns Fußballprofis zeigen. Wir dürfen uns alle angesprochen fühlen. Jeder sollte in diesen Zeiten ein Stück demütiger sein”, sagte der Weltmeister von 2014 in einem Interview mit der Welt am Sonntag. “Ein gepostetes Foto in den sozialen Netzwerken sagt nicht unbedingt etwas über die Lebensgeschichte des Spielers aus. Nur weil ein Fußballer mal Geld ausgibt, heißt das nicht, dass er nichts spendet oder überheblich ist.”

Der 31-Jährige sprach dabei auch über den mehrmalige Weltfußballer Cristiano Ronaldo von Juventus Turin. Dieser habe “Fotos aus Privatjets gepostet und Millionen gespendet. Andere Spieler posten so was nicht, leben aber ähnlich. Jeder hat seinen eigenen Lifestyle und darf darüber selbst entscheiden. Ich finde es wichtig, dass hier nicht pauschalisiert wird”, sagte Boateng.

Boateng hält längeren Gehaltsverzicht für möglich

Der Innenverteidiger kann sich durchaus vorstellen, dass er und seine Mitspieler bei Bayern München während der Coronakrise längerfristig auf einen Teil ihres Gehalts zu verzichten. Es komme aber immer darauf an, “wo das Geld hingeht, generell halte ich es für möglich”.

Erneut ließ Boateng (31) durchblicken, dass er sich eine Verlängerung seines bis 2021 laufenden Vertrags beim FC Bayern vorstellen könne. Grund dafür sei der Trainer.

“In der Zeit vor Hansi Flick habe ich mir schon Gedanken gemacht über meine Zukunft. Derzeit fühle ich mich wohl und kann mir vorstellen, dass ich bleibe”, sagte er. Unter Flick hat sich Boateng einen Stammplatz bei den Münchner zurückerobert. Beim 5:2 gegen Frankfurt wurde er nach 73 Minuten wegen muskulärer Probleme vom Feld genommen.

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